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Niedersächsischer
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News 2010

Landeslehrgang mit Mike Morris und Manfred Grabinski

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Anlässlich des Jubiläums „40 Jahre Ju-Jutsu der Vereine Duderstadt, Nesselröden, Gieboldshausen“ kamen am 02.Oktober 90 Ju-Jutsukas aus allen Bezirken Niedersachsens in Duderstadt zu einem Landeslehrgang zusammen.
Einige Teilnehmer reisten sogar aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen an, um an diesem Ereignis teilzunehmen.

In der 1. Hälfte des 3 stündigen Lehrgangs präsentierte Manfred Grabinski, 4 DAN Ju-Jutsu, einige Waffen (z.B. mit Rasierklingen präparierte Scheckkarten, Spiegelscherben mit einem Griff aus Papier, zerbrochene Plastikteller), die auf der Straße und auch in den JVA´s durch Täter genutzt werden. Danach demonstrierte er mögliche Verteidigunstechniken gegen einen Messerschnitt von außen. Das dabei eingesetzte „Kreidemesser“ deckt die Schwachstellen der eigenen Bewegungslehre auf und markiert die Körperteile, die sich der Gefahrenzone des Messerangriffs befinden. Viele Teilnehmer nutzen diese Trainingsmöglichkeit und mussten feststellen, dass noch ein erheblicher Traingsbedarf besteht, da die Gi´s mit vielen bunten Strichen geschmückt waren.

Mike Morris, 5. DAN Ju-Jutsu und Technischer Direktor des NJJV ging in der 2. Hälfte des Lehrganges auf möglich Entwaffnungstechniken bei einem Messerangriff ein und demonstrierte einige Anwendungsmöglichkeiten des abgenommen Messers, wie z. B. der Einsatz des Knaufes auf Vitalpunkte am Hals- und Oberkörper. Diese und weitere Anwendungsmöglichkeiten wurden in spielerischen Übungsformen trainiert.
Des Weiteren zeigte Mike die Entwaffnung „Crossada“ gegen verschiedene Stockangriffe und nachfolgende Anwendungsformen des abgenommenen Stockes, wie z.B. Ausheber mit dem Stock oder Festlegetechniken am Boden.
In einem abschließenden Bodenrandori mit dem Messer sollten die hochmotivierten Teilnehmer die besondere Gefahr des Messer selbst erleben und mussten dabei feststellen, dass man als Verteidiger gegen Messerangriffe am Boden kaum eine Chance hat, unverletzt den Kampf zu beenden.

Die beiden Referenten Mike Morris und Manfred Grabinski wiesen am Ende des Lehrganges nochmals eindrücklich darauf hin, dass bei einem Messerangriff als erste Selbstverteidigungstechnik immer die Flucht zu favorisieren ist.
Die sichtlich erschöpften Teilnehmer honorierten die gelungene Veranstaltung und das hohe Niveau der Lehrgangsinhalte mit einem donnernden Applaus.

Im Anschluss wurde Uwe Nettlau, 4. DAN Ju-Jutsu, für seine Verdienste in der Jugendarbeit das NJJV geehrt. Rainer Sonntag, 2. DAN Ju-Jutsu und Landesjugendreferent überreichte ihm eine Urkunde und einen speziellen Gi mit eingesticktem Namen.

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an die Vereine und Helfer, die diesen Lehrgang ausgerichtet haben!

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